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NW - Medienpreis 2026 - WIR BRAUCHEN DEINE STIMME

Trainer Marius Mielke ist nominiert

Trainer Marius Mielke | © Yvonne Gottschlich

Marius Mielke trainiert die B-Juniorinnen-Bundesliga-Mannschaft des VfL Herford, ist zudem Leistungssport-Koordinator. Der Kreisläufer spielt selbst im Verbandsliga-Team. 2017 begann er als Co-Trainer, übernahm ein Jahr später die volle Verantwortung und ist maßgeblich für die steigende Relevanz des Vereins in Westfalen verantwortlich.

 

NW-Medienpreis 2026

Vom Zufall zum Erfolgsprojekt in Herford: Marius Mielkes Weg und was ihn antreibt

In Herford treibt VfL-Trainer Marius Mielke die B-Juniorinnen-Bundesliga voran und formt in der FGH-Halle Talente, die den Sprung in Nationalteams und bis in die 3. Liga schaffen.

Herford. Die Sporthalle des Herforder Friedrichs-Gymnasiums ist sein Wohnzimmer. Marius Mielke ist hier fast häufiger anzutreffen als zu Hause. Der 26-Jährige trainiert die B-Juniorinnen-Bundesligamannschaft des VfL Herford, ist Jugendleistungskoordinator und spielt selbst noch im Verbandsliga-Team. 2017 eher zufällig als Co-Trainer eingestiegen, wuchs Mielke schnell in seine Aufgaben hinein und verschaffte dem VfL Herford neue Relevanz im westfälischen Handball.

Heute formt er Talente zu Leistungsträgerinnen: Drei Spielerinnen schafften den Sprung in die 3. Liga, drei weitere sind Jugend-Nationalspielerinnen. Für seinen vielseitigen Einsatz wurde Marius Mielke für den NW-Medienpreis bei der Sportlerehrung des Stadtsportverbandes Herford nominiert.

Mielke feierte drei Aufstiege

Als Zuschauer ging Marius Mielke im Jahr 2017 in die FGH-Halle und schaute sich ein Jugendspiel seines Bruders an. In der Halbzeit warf er ein paar Bälle aufs Tor. Jugendwartin Kerstin Striehn, deren Sohn Fynn mitspielte und deren Tochter Lia gemeinsam mit Mielke die Bälle warf, sprach ihn an: Ob er sich vorstellen könne, Co-Trainer neben Florian Schuster zu werden. Mielke sagte zu – und fand sofort Gefallen an der Aufgabe.

Ein Jahr später schied Schuster aus, Mielke übernahm die Verantwortung für die C-Juniorinnen und stellte schnell die Weichen für den Erfolg. Erstmals stand der VfL Herford im Halbfinale der Westfalenmeisterschaft. „Wir spielten damals als einziges Team so hoch, alle anderen waren in der Kreisliga“, erinnert sich Mielke. Parallel trug er selbst das VfL-Trikot und feierte mit der Herrenmannschaft drei Aufstiege.

VfL Herford Handball: Nachwuchs wächst – B-Juniorinnen und Breitensport

Der ehrgeizige Kreisläufer absolvierte seine erste Trainerlizenz und übernahm anschließend die D-Jugend. Den Jahrgang 2009 trainiert er heute in der B-Juniorinnen-Bundesliga. „Da ist etwas gewachsen“, sagt Mielke und meint damit weit mehr als sportliche Erfolge. Auch Infrastruktur, Umfeld und die Relevanz auf westfälischer Ebene entwickelten sich stetig weiter. „Vor allem ist jede Spielerin hier auch menschlich gewachsen”, betont er nicht ohne Stolz.

Mit Jan Dewert, einem engen Freund, holte er Verstärkung ins Trainerteam. Dewert coacht heute die C-Juniorinnen und bildet damit den Unterbau für Mielkes Team. „Wir empfangen hier alle mit offenen Armen. Jeder kann bei uns Handball spielen, auch die sehr Guten“, sagt Mielke lächelnd und mit einem Blick auf den Breitensport. „Denn nur aus der Breite kann die Spitze wachsen.“

Mit der B-Lizenz in der Tasche baute Mielke sein Netzwerk weiter aus. Neben dem Training ist er als Leistungssport-Koordinator tätig, pflegt den Kontakt zum Verband, kümmert sich um Kooperationen und sichtet regelmäßig neue Talente. „Anfangs haben wir unsere besten Spielerinnen oft ziehen lassen müssen, das wollten wir ändern“, erzählt er. Inzwischen stellt der VfL zahlreiche Kreis- und Westfalenauswahlspielerinnen und hat mit Sinja Zarbock, Luisa Bick und Alina Gaubatz auch drei Jugend-Nationalspielerinnen hervorgebracht.

Profibereich offen, Demut und Unterstützung

„Hier ist eine wahnsinnige Verbindung entstanden. Ich habe viele Freunde hier und arbeite mit talentierten, lernwilligen und lernfähigen Spielerinnen“, sagt Mielke. Seine Erfahrungen gibt er auch an andere Jugendtrainer weiter. „Es liegt in meinem Interesse, dass die Kinder in der E-, D- und C-Jugend viel lernen, damit sie später den Sprung in die B-Juniorinnen oder zu den Herren schaffen.“ Viele Trainer suchten seinen Rat, den er gerne weitergebe. „Ich weiß nicht alles besser, denke über manches vielleicht etwas länger nach“, sagt er bescheiden.

Zahlreiche Angebote habe er bereits ausgeschlagen. „Im Moment passt hier alles: Training, Spiele, Studium und Job.“ Den Schritt in den Profibereich schließt er dennoch nicht aus. „Ich habe hier keinen Druck. Es ging eigentlich immer bergauf, große Rückschläge gab es kaum.“ Demütig bleibt er trotzdem: „Wir sind ein kleiner Verein und brauchen jede Unterstützung. Ich versuche, meinen Teil dazu beizutragen, dass sich alles weiterhin positiv entwickelt.“

Quelle: https://www.nw.de/sport/lokalsport/sport_im_kreis_herford/sport_in_herford/24277751_Vom-Zufall-zum-Erfolgsprojekt-in-Herford-Marius-Mielkes-Weg-und-was-ihn-antreibt.html

 

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