Dieses Team bleibt in Erinnerung!
Saisonabschluss bei der mC1 – irgendwie kommen wir aus der guten Laune nicht mehr raus.
Am Samstag sollte also nun die Saisonabschlussfeier der Mannschaft samt Eltern in der „Knolle“ stattfinden. Wir hatten eigentlich mal wieder einen großen Raum für uns, zwei vereinzelte Pärchen mussten den Abend bei lauter Unterhaltung miterleben. Schnell fand sich eine klare Struktur: Eltern links, Jungs rechts. Während die Elternschaft sogleich in regen Gesprächen vertieft war, schaute jeder der Jungs gebannt auf sein Handy, um sich auf diesem Kanal über das austauschen, was man sich auch hätte persönlich sagen können. Also entschied sich Vlatko für kurzen Prozess: alle Handys wurden eingesammelt und sicher verwahrt. Der Protest der Jungs bestand darin, sich geschlossen zu erheben und stillschweigend den Raum zu verlassen.
Wenige Minuten später kamen sie doch wieder: das Essen wurde gebracht. Leider war es nun nicht möglich die Mahlzeit bei Snapchat, BeReal, WhatsApp oder sonst wo hochzuladen. Keine Sorge: Daniela sorgte weiterhin für Momentaufnahmen.
Berge an Fleisch und Burger wurden verschlungen, sogar ein Zusatzteller wurde vernichtet. Spezi, Cola, Fanta, Sprite nacheinander geordert – hoffentlich behielt jeder den Überblick. Auf jeden Fall entstanden auf einmal angeregte Gespräche.
Nachdem alle gut gesättigt waren, kam nun der offizielle Teil.
Wir ließen statistisch die Saison Revue passieren. Innerhalb eines Jahres hat die mC1 gemeinsam 120 Trainingseinheiten, 31 Spiele, 11 Events und 2 Turniere bestritten. Elf von 17 Jungs hatten dabei eine Anwesenheit von mindestens 75%. Rekordverdächtig. Dabei teilen sich Basti (85%), Tini (88%) und Linus (90%) die ersten drei Plätze.
17-mal warfen die Jungs das 30.Tor (-> Kuchen/ Frühlingsrollen/ Pizzaschnecken für das Team), achtmal das 40.Tor (-> Getränke) und zweimal gar mindestens 50 Tore (-> Mettbrötchen von den Trainern). Und in acht Spielbegegnungen trafen tatsächlich alle (!) Spieler das Tor.
Mit Blick auf die Zahlen wird die hohe Einsatzbereitschaft, die gegenseitige Unterstützung und die wertvolle Breite des Teams deutlich – einschließlich der Eltern. Die saßen nämlich bei jedem Spiel mit Pauken und Trompeten, Pompoms und Verpflegung auf der Tribüne und haben teilweise schon „Ultras-mäßig“ angefeuert. Entscheidend für die knappen Spiele und einfach eine tolle Gemeinschaft, wenn man als Eltern schon so viel Zeit in der Halle verbringt.
Dazu ist natürlich jeder unserer Jungs individuell mit seinen Stärken und Schwächen, seinen Eigenheiten und Besonderheiten und seinem Beitrag zum Team. Und witzigerweise findet sich doch tatsächlich dazu passend – wenn man sich auf den Weg durch die Supermarktregale macht – eine Süßigkeit. Unser großer Rückraum mit seiner Spannweite nascht nun die „Krakenarme“, der Spieler mit den stets offenen Schnürsenkeln braucht wohl „süße Schnüre“ und unsere Frohnatur hat sich „Lachgummis Happiness“ verdient.
Doch auch die Trainer durften sich über Geschenke, berührende Worte und Anerkennung freuen. Dieses Team bleibt in Erinnerung!
Eine Diashow zeigte nochmal die Highlights der letzten zwölf Monate und rückblickend war es schon beeindruckend, was wir zusammen erlebt haben: Beachclubtreffen, Stadtralley, Klettergarten, Rudelgucken, Weihnachtskino, gemeinsame Geburtstage, Trainingslager, ….
Tja, nachdem wir also alles zusammengefasst hatten, fragt man sich, was man jetzt mit so einem Abend noch macht. So ganz ohne Handy.
Man muss ja sagen, dass die Jungs äußerst kreativ in ihren Versuchen waren, uns Eltern davon zu überzeugen, warum sie jetzt ihr Mediengerät wiederbräuchten. „Ich möchte meiner Freundin gute Nacht sagen!“ Netter Versuch. Sie wurden kreativer und kampfeswilliger.
Eine Gesangsperformance bescherte schonmal Zweien ihr Handy zurück. Einer fragte einfach lieb und nett. Aber jede Idee durfte nur einmal verwendet werden. Da wurden dann Challenges entwickelt, die die Trainer herausforderten. Flaggen-Raten, Allgemeinwissen, TicTacToe und ganz Mutige forderten sogar zum Armdrücken – sehr knapper Wettkampf, aber Simon hielt stand. „Für Dich habe ich heute leider kein Handy!“
Ach, was war das für ein schöner Abend. Wir haben gelacht, erzählt, gejubelt, gefeiert und die Tränchen unterdrückt. Denn es hieß auch Abschied nehmen. Von den Jungs, die in die B-Jugend müssen, von Zweien, die ihren Weg in Minden weitergehen und von einem Trainerteam, dass es so nicht noch einmal gibt.
WE WILL ROCK YOU!