Amler: „Ich bin wahnsinnig glücklich, endlich haben wir gepunktet.“
TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II – VfL Herford 35:36 (15:18).
Diesmal durfte der VfL Herford endlich so richtig jubeln: Beim TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck II holten die Herforderinnen, nach zuvor einem Unentschieden und zwei Niederlagen, mit dem 36:35 ihren ersten Sieg der Saison. Lange sah es nach einem kontrollierten Auswärtssieg aus, ehe die Partie in der zweiten Halbzeit noch einmal völlig kippte.
Herford erwischte den besseren Start und führte nach sechs Minuten 4:1. Bis zur Pause hielt der VfL seinen Vorsprung von drei Toren. Nach dem Seitenwechsel stellte Jöllenbeck dann seine Deckung um und nahm Lia Striehn aus dem Spiel. „Da sind wir erstmal nicht klar gekommen“, sagte VfL-Trainer André Amler. Nach dem zwischenzeitlichen 20:20 folgte beim 25:24 die erste Bielefelder Führung, doch Herford antwortete direkt mit zwei Treffern.
Danach blieb es bis in die Schlussphase ein Duell mit Tor um Tor. Beim 34:36 schien Herford kurz vor dem Ziel, ehe den Gästen 27 Sekunden vor Schluss noch einmal der Anschluss gelang. Dabei blieb es allerdings: „Dieses Mal haben wir es über die Ziellinie geschafft“, war Amler erleichtert. Nele Säger war mit zehn Treffern eine wichtige Stütze, musste später aber ebenfalls aus dem Spiel genommen werden. Das erwies sich laut Amler sogar als Vorteil: „Dann konnten wir mit drei guten Rückraumspielerinnen die Deckung auseinanderziehen.“ Besonders wichtig war zudem Jule Rüssing aus der A-Jugend, die sieben Tore erzielte. „Mit Kampf und Glück und einer tollen Leistung im Angriff“ habe seine Mannschaft die Partie gewonnen, so Amler. Auch die beiden Torfrauen hätten gut gehalten. Nach zwei zuvor knapp verpassten Siegen war die Erleichterung entsprechend groß. Amler: „Ich bin wahnsinnig glücklich, endlich haben wir gepunktet.“


