73 Tore beim knappen Sieg der männlichen C

Im letzten Spiel für dieses Jahr sollte es bei der Union Halle ein wahres Tor-Feuerwerk geben.

Doch zunächst zum Anfang. Ursprünglich sollte das Spiel bereits Ende November stattfinden, musste jedoch aus Trainergründen auf den vierten Advent verschoben werden. Das bot einerseits die Gelegenheit im Anschluss mit der Mannschaft und den Eltern noch auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, andererseits war es natürlich aufgrund von Corona bis zuletzt irgendwie ein unsicheres Unterfangen. Doch das Spiel konnte stattfinden. Die letzten zwei Wochen hatten wir beim Training kontinuierlich die neuen Abläufe trainiert und vor allem auch in Ruhe geübt, was ist, wenn der Gegner nicht so mitmacht, wie wir das für unseren Spielzug brauchen. Die Mannschaft fühlte sich gut vorbereitete und zeigte schon beim Aufwärmen Konzentration und Biss.

VfL kam wirklich gut in das Spiel und es gelang mit Ruhe und Torwillen das Geübte im Spiel umsetzen und durch gut funktionierende Ball- und Laufwechsel ein Tor nach dem anderen zu erzielen. Doch auch Halle fand gut den Weg durch die Herforder Abwehr und macht ebenfalls Tor um Tor, so dass sich bis zum 12:12 in der 18. Minute keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Vom Spielfluss her war es wirklich schön anzugucken, wie die Wechsel funktionierten und Abläufe sicher variiert wurden. Vor allem auch das Anspiel an den Kreis wurde in diesem Spiel endlich umgesetzt und so insgesamt eine Handvoll Tore von dieser Position erzielt. Unser Torwart hatte auch wirklich einen sehr guten Tag erwischt und fischte insbesondere die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit Einiges weg, so dass VfL kurz vor der Pause mit 18:15 führte. Noch 30 Sekunden Spielzeit - Auszeit Herford. Ein konkreter Spielzug wurde angesagt, der sofort nach Wiederanpfif zum Erfolg führte, so dass man mit einem Polster von vier Toren in die Halbzeit gehen konnte.

Die Mannschaft war sehr gut eingestellt und hoch motiviert, daher erfolgte der Wiederanpfiff in der gleichen Aufstellung. Halle hatte sich nun besser auf unsere bis dahin vor allem erfolgreichen Durchbrüche im Rückraum eingestellt. Doch nun kamen vor allem unsere Außenspieler zum Zug, die entweder durch tolle Einzelaktionen oder durch das Freispielen der Rückraumspieler Platz zum Torewerfen hatten - ganz souverän. Der Abstand zwischen den Mannschaften lag zeitweise bei sechs Toren zugunsten von Herford, näher als zwei Tore ließ man Halle nicht herankommen. Jeder eingewechselte Spieler fügte sich sofort in das Spielgeschehen ein und sorgte für Tore. Doch auch Halle konnte insbesondere durch den Mittelmann und den Halbrechten etliche Tore erzielen, die Herford zunehmend schlechter verhindern konnte. Und so ließ man den Gegner nochmal herankommen - 36:35 in der 49.Minute. Das Tor von Justus vom Kreis, der dort den verletzten Josh ersetzte, fühlte sich wie ein großes Durchatmen an. Zwei-Tore-Vorsprung in der 50. Minute. Das könnte man über die Zeit retten. Das könnte man aber auch nochmal spannend machen.

Ballverlust Herford, Tor Halle. 37:36. Noch zwanzig Sekunden Spielzeit und keine Auszeit mehr. Halle nahm sofort ab der Mittellinie Herford in Beschlag und dann führte eine fehlende Abspielmöglichkeit zum Zeitspiel und somit zum Balllgewinn von Halle. Julian stolperte unglücklich über den abzugebenden Ball und die Gegner plädierten lautstark auf "vereitelte Chance". Der Schiri blieb gelassen. Sirene. Herford rannte jubelnd auf das Feld, der Schiedsrichter korrigierte aber auf den noch auszuführenden Freiwurf an der 12-Meter-Linie. Ein doppelter Block aus sechs Herfordern machte sich so groß es ging und der letzte Wurf ging zum Glück über das Herforder Tor. 2 Punkte spannend und in einem tollen Spiel erarbeitet.

Vor allem: jeder Spieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen: Laurin Klünder und Tjure Steppan (im Tor), Joost Gaebler (4), Nick Hausdorf (9), Dan Mattisseck (5), Julian Kühn (2), Steen Scholz (2), Justus Korfsmeier (2), Rafael Siekmann (1), Ole Schüttpekz (7) und Josh Frigge (5)

Männl. C unterliegt

Heute mal mit einem Augenzwinkern: im fünften Spiel der Saison sollte es auch dieses Mal nicht einfacher werden. Zunächst mussten wir drei Ausfälle auf dem Halbpositionen verletzungsbedingt kompensieren. Tobi verschob netterweise den Möbelkauf und stand der Mannschaft unterstützend zur Verfügung. Die ganze Woche hatten wir vor allem das Angriffsspiel trainiert und altersentsprechend "Auftakt links" und "Auftakt rechts" geübt. Damit sind wir natürlich nicht die Einzigen in der Liga, doch diesen Spielzug auf einmal bei einer gegnerischen Mannschaft verteidigen zu müssen, war eine unerwartete Herausforderung. Apropos Spielzüge: alles auf einmal gaaaaanz neu. Ebenso, dass der Ball erst gefangen werden muss, bevor man ihn auf das Tor werfen kann. Gegebenenfalls auch vom Kreisläufer, der wie IMMER auch mal im Angriff eigentlich hätte angespielt werden dürfen. Frei genug war er ja oft genug. Tja, was gibt es sonst noch zum Spiel sagen? Es hat die Trainer mal wieder in Teilen altern lassen. Der gegnerische Torwart, der sich in einem Radius von 20 Zentimetern bewegte, bekam leider blaue Flecken am Bauch und den Beinen. Überraschenderweise war es auch gegen Löhne nicht möglich, DURCH den Gegenspieler hindurchzukommen, sondern im besten Falle daran vorbei. Leider erkannte auch dieser Schiedsrichter unsere technischen Fehler, so dass wir dadurch unnötig oft den Ball wieder abgaben. Die erste Halbzeit mit einem Zwischenstand von 4:15 ließ nichts Gutes für die zweiten 25 Minuten bedeuten. Was sagt man da in der Kabine? Ok, wir gucken nicht auf die Anzeigetafel, ein Tor nach dem anderen, Köpfe nicht hängenlassen. Und was soll man sagen? Die zweite Halbzeit verlief glücklicherweise für das Selbstvertrauen ALLER Beteiligten deutlich besser. Die Verteidigung packte eher und mehr zu, Bälle wurden erobert und das Tempospiel nach vorne versucht. Ja, leider zu oft versucht. Denn nach wie vor hatte Löhne den gleichen Torwart zwischen den Pfosten. Grundregel beim Torwurf: wir werfen neben das Standbein und NICHT an das gestreckte Bein! Ach, Mensch - wieder einen Helden geschaffen! Helden gab es aber auch beim VfL - auf dem Feld und der Bank, die bis zur letzten Minute um jeden Ball kämpften und jeden Erfolg bejubelten. 15:24 für Löhne. Wie schade, dass man beim Handball nicht wie beim Beachhandball Halbzeiten gewinnen kann. Dann wären wir zumindest ins Penalty-Werfen gekommen. Und das hätten nicht die dominanten Nr. 10 und 11 von Löhne alleine werfen dürfen. Was wir uns wünschen? Die Jungs sollen bitte weiterhin viel Fleisch essen und zu Hause vor dem Spiegel mal posen, wie man präsent und dominant einem Gegner gegenüber treten kann. Hängende Arme sind zwar der Wachstumsphase geschuldet, aber ungünstig in der Abwehr. Zudem bitte regelmäßig Gummibälle kneten für die Kraft in den Händen. Das Ganze bitte auf dem Laufband. Den Rest machen wir beim Training.

Es hatten trotzdem Spaß: Laurin Klünder und Tjure Steppan (im Tor), Lukas Obendorf-Crespo (3), Joost Gaebler (3), Tobias Taschenbach (2), Steen Scholz (2), Julian Kühn (2), Rafael Siekmann, Justus Korfsmeier, Josh Frigge (1) und Nick Hausdorf (2)

15 neue Jungschiedsrichter für den VfL Herford

Am Samstag fand die von vielen langersehnte EDI Schulung statt. EDIs sind Schiedsrichter für die E- und D-Jugend und sind den Trainern dieser Mannschaften gern gesehene Hilfen.

Sven Caspari vom Handballkreis Bielefeld/Herford erklärte den 11-16jährigen VfLern, worauf man beim Pfeifen achten muss und gab Ihnen viel theoretisches Input. Nach der Mittagspause mit Pizza und der Verteilung der orangenen EDI Shirts und der Pfeifen wurde das Erlernte in der Praxis angewandt. Bei 2 D-Jugendspielen und einem E-Jugendspiel pfiffen die neuen Schiedsrichter das erste Mal selbst und machten ihre Sache schon sehr gut.

Glückwunsch an: Ilan Becker, Enrico Schäfer, Ricardo Rohde, Charlotte Schierholz, Ronja Beck, Lenja Bruning, Amina Guizani, Lea Wildemann, Hanna Basic, Alina Siebrasse, Sinja Zarbock, Katharina Soll, Liam Golücke, Ole Schüttpelz und Josh Frigge

Männl. C gewinnt gegen Hesselteich

Im dritten Saisonspiel trafen wir in den Aa-Wiesen auf den Gegner aus Hesselteich. Eine Einschätzung der Spielstärke der Hesselteicher war noch nicht möglich, da diese bisher noch kein Spiel absolviert hatten. Mit einer vollen Auswechselbank starteten wir in die Begegnung und lieferten uns zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. Über 2:2, 4:4 und 6:6 konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, doch bereits zu diesem Zeitpunkt vergaben die VfLer einige deutliche Torchancen. Nach einer Auszeit gelang der Torabschluss zunächst zwar besser, so dass wir auf 12:6 davonzogen. Erneute Unkonzentriertheiten - auch vom 7-Meter-Punkt - führten jedoch dazu, dass Hesselteich wieder aufholen konnte und der Vorsprung auf 14:11 zur Halbzeit schrumpfte. Die Jungs waren ein wenig frustriert, dass sie vorne oft nur das Holz oder den Torwart trafen.

Leider setzte sich die mangelnde Torausbeute auch in der zweiten Hälfte fort. Die Abwehr stand wieder sehr gut, es wurden viele Bälle erobert und auch ein tolles Tempospiel gemacht, doch die Belohnung fehlte dann leider viel zu häufig. Über 16:12, 18:15 und 21:17 gelang es VfL nicht, sich entscheidend abzusetzen. Der Führung war erstmal nicht gefährdet, auch weil Tjure in einer entscheidenden Phase einen 7-Meter, sowie den Nachwurf hielt. Das stärkte die Stimmung. Sechs Minuten vor dem Abpfiff war dann eigentlich ein sicheres Sechs-Tore-Polster erspielt (28:22) und während sich auf der Auswechselbank schon Gedanken darüber gemacht wurde, wer denn nun für das 30. Tor auf das Feld müsste, um wieder für eine Verpflegung für die Mannschaft zu sorgen, gestaltete sich das Spiel auf dem Feld nun äußerst hektisch.

Mehrere eindeutige Torchancen aus toll herausgespielten Situationen wurden leider nicht konsequent genutzt, so dass letztlich bis zum Abpfiff von VfL nur noch ein Tor erzielt wurde. Hesselteich verkürzte in dieser Schlussphase auf einen Endstand von 29:26. Der Sieg war zwar nie gefährdet, hätte jedoch deutlich höher ausfallen können. Schwamm drüber - 1,2 Punkte = 2 Nimm-2-Bonbons.

Als tolle Mannschaft präsentierten sich wieder:

Laurin Klünder und Tjure Steppan (im Tor), Lukas Obendorf-Crespo (5), Nick Hausdorf, Liam Golücke (2), Julian Kühn (5), Justus Korfsmeier (2), Rafael Siekmann (1), Josh Frigge (1), Tobias Taschenbach (3), Max Buder (6), Ole Schüttpelz, Joost Gaebler (2), Dan Mattisseck (2)

Männliche C unterliegt in Spenge

Nach drei Wochen Spielpause ging es für die VfL-Jungs nach Lenzinghausen, einem Gegner, der nur knapp den Aufstieg in die Bezirksliga verpasste. Herford ging mit 1:0 in Führung und man ahnte zu diesem Zeitpunkt nicht, dass dies die einzige Führung während des gesamten Spiels bleiben sollte. Während Lenzinghausen im Angriff sehr routiniert die Spielzüge herunterspielte, scheiterte Herford nach guten Einzelaktionen leider (mal wieder) viel zu häufig am gegnerischen Torwart.

Darüber hinaus stellten sich beide Mannschaften in ihrer Abwehr gut auf den Gegner ein. Während Lenzinghausen sehr früh den Herforder Spielfluss unterband, sortierte sich Herford in der Abwehr trotz vieler Lenzinghauser Wechsel meist dem richtigen Gegenspieler zu und verhinderte so oft einen erfolgreichen Abschluss. Zur Halbzeit stand es dennoch 8:13 gegen den VfL, der Fünf-Tore-Unterschied war auch zwei verworfenen Sieben-Metern und einer Unaufmerksamkeit zehn Sekunden vor Schluss geschuldet.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit führten viele Paraden des starken gegenerischen Torwarts, sowie plötzlich fehlende Zuordnungen in der Abwehr zu einer deutlicheren Tordifferenz von 12:22 (37. Minute). Eine bittere Schwächephase bei den Herfordern. Auszeit Lenzinghausen - dies zeigte eine positive Wirkung beim VfL. Drei Tore in Folge auf der Herforder Seite verkürzten auf 16:23 in der 40. Minute. Eine Zwei-Minuten-Strafe bei Lenzinghausen konnte jedoch leider nicht effektiv genug zur weiteren Aufholjagd genutzt werden. Viel zu häufig liefen sich die VfLer bei Einzelaktionen in der Lenzinghauser Abwehr fest. Zudem sorgten fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen - auf beiden Seiten - zur Verärgerung und Unsicherheit.

Mit kämpferischer Einstellung bis zuletzt und einer behubelten Torhüter-Parade von Tjure in der 50.Minute brachten die Herforder das Spiel zu Ende, das zwar verdient erfolgreich für Lenzinghausen zu Ende ging, jedoch nicht so deutlich hätte ausfallen müssen. Fazit für den VfL: gute Abwehrleistung, viel zu statisches Angriffsspiel.

Es spielten: Tjure Steppan und Laurin Klünder im Tor, Joost Gaebler (1), Lukas Obendorf-Crespo (2), Liam Golücke (2), Julian Kühn (4), Steen Scholz (2), Dan Mattisseck (2), Justus Korfsmeier (1), Josh Frigge (1), Nick Hausdorf, Max Buder (1), Ole Schüttpelz (3) und Tobias Taschbach (2)

Männliche B-Jugend des VfL Herford auf Erfolgskurs

Die männlich B-Jugend der Handballabteilung des VfL Herford musste an diesem Wochenende beim TV Häver antreten. Wenn auch beim VfL Herford ein paar Spieler wegen Krankheit oder Verletzung nicht an dem Spiel teilnehmen konnten, verfügte der TV Häver über keine Auswechselspieler. Dafür spielte die Mannschaft jedoch schon lange zusammen. Der VfL Herford war aber von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft. Dafür sorgte in der ersten Hälfte ein sicherer Julian Kühn im Tor und ein entfesselt aufspielender Tim Meier der nacheinander fünf Treffer erzielen konnte. Der TV Häver kam nicht richtig ins Spiel. So war eine 14: 7 Halbzeitführung für den VfL Herford durchaus gerechtfertigt. Der TV Häver kam mit neuer Motivation aus der Kabine. Beim VfL Herford stand jetzt Felix Buder im Tor und gab der Mannschaft einen sicheren Rückhalt. Spielererisch traten beim VfL Herford wieder Nachlässigkeiten und Wurfpech zusammen auf, so dass der Vorsprung nicht weiter ausgebaut werden konnte. Am Ende reichte es für einen klaren 22:16 Erfolg für den VfL Herford.

Für  den VfL Herford spielten: Julian Kühn (1), Felix Buder, Max Buder (4), Tim Meier (6), Alexander Jetzlaff, Florian Henkel, Jakob Sidowski, Mikas Korfsmeier (6), Merlin Selimovic (3) und Tobias Taschbach (2)